12 Wochen ImPuls


Als ich zu Theater ImPuls kam, hatte ich keine Ahnung, was mich dort erwarten würde. Zunächst hatte ich meine Zweifel, als ich hörte, dass Theater ImPuls mit Jugendlichen aus Förder- und Hauptschulen zusammenarbeitet. Ich hatte nie mit Jugendlichen zusammengearbeitet und hatte keine Ahnung, wie man mit ihnen umgeht. Doch die Zweifel verflogen, als ich die erste Klasse kennen lernte. Sie waren nett und gespannt darauf Theater zu spielen.


Die Atmosphäre war sehr angenehm und es hat einen riesigen Spaß gemacht mit den Jugendlichen zusammenzuarbeiten. „Issas Weg“ lautet der Name des Theaterstücks, das wir innerhalb von fünf Tagen mit den Schülern auf die Beine stellen sollten.


Jeder Tag wurde bis aufs kleinste Detail geplant. Zunächst fingen wir mit Aufwärm- und Konzentrationsübungen an. An manchen, wie z.B. dem Ballkreis hatte ich von Anfang an meinen Gefallen gefunden und an anderen, wie z.B. dem Klatschkreis eher weniger und musste mich selbst überwinden. Nachdem alle wach und konzentriert waren, fing die Arbeit in den Kleingruppen an. Die eine Gruppe arbeitete an den geraden Szenen und die andere an den ungeraden Szenen. Man verteilte die Rollen und legte los.


Meine Aufgaben bestanden darin, die Einzelnen beim Textlernen zu unterstützen oder die veränderten Textpassagen zu notieren und später am Rechner einzugeben.

Außerdem durfte ich meine Ideen zu den einzelnen Szenen einbringen.

Sobald alle Szenen saßen, wurden die Technik und das Bühnenbild aufgebaut.

Ich hatte also die Aufgabe, das Stück mit Lichteffekten und Sounds zu begleiten.

In den projektfreien Wochen waren die Aufgaben nicht so spannend, aber dafür hatte man mehr Freizeit. Die Aufgaben bestanden hauptsächlich aus Recherchen, Kostümpflege, Besorgung der Requisiten, Einladungen verschicken oder das Programmheft zu überarbeiten.


Es war nicht immer einfach mit den Jugendlichen. Manche von ihnen haben uns viele Nerven und viel Geduld gekostet. Manchmal hatte ich meinen Zweifel, ob wir bis Freitag ein Stück fertig stellen würden oder ob das Ganze nicht doch abgeblasen wird. Und doch schafften es alle Gruppen am Freitag eine tolle Aufführung hinzulegen, trotz Texthänger, Technikpannen und Lampenfieber. Es erfüllt mich mit großem Stolz zu sehen, wie sich die Einzelnen entwickeln. Von schüchtern zu selbstbewusst, von leise-nuschelnd zu laut und deutlich oder vom Klassenclown zum souveränen und konzentrierten Mitspieler.


Ich hoffe, dass jeder von den Schülern, die ich während meines dreimonatigen Praktikums kennen lernen durfte, seinen Weg findet und ihn geht.

Danke an Theater ImPuls für die vielen tollen Eindrücke und Erlebnisse.

Macht weiter so und zeigt den Jugendlichen, was alles in ihnen steckt!



Katja 2011

Theater ImPuls • Glashüttenstr. 20 • 51143 Köln-Porz