Meine allererste Projektwoche bei Theater ImPuls – ein Praktikumsbericht

Während des Projekts habe ich zum einen die Theaterpädagogen unterstützt, indem ich versucht habe, die Schüler/innen dazu anzuhalten, aufzupassen, die Unruhe innerhalb der Gruppe zu verringern. Zum anderen habe ich bei verbessertem Sozialverhalten, bei ihren Bemühungen Konzentrationsfähigkeit zu zeigen oder auch bei gelungener Schauspielkunst die Schüler/innen gelobt und motiviert. Darüber hinaus durfte ich zu der Reflexion am Ende eines Projekttages im Team meinen Teil dazu tun und mit überlegen, was am folgenden Tag besser bzw. anders durchgeführt werden sollte.

Durch das “ Einzeltraining“ in den Kleingruppen konnte ich beim Textlernen einiger Schüler Schwierigkeiten entdecken. Auch bei mehrfacher Wiederholung eines Abschnittes konnte der Schüler den Text nicht behalten und somit nicht auswendig lernen. Deshalb haben wir gemeinsam den Text in seiner Ausdrucksweise vereinfacht, wobei der Inhalt jedoch gleich blieb. Aber ich habe auch darauf geachtet, dass der Text nicht unterfordernd wurde.

Im „Einzeltraining“ habe ich mit einem Zweiergrüppchen und zwei einzelnen Schülern gearbeitet. Dabei ist mir wichtig geworden, dass auf jeden Jugendlichen individuell eingegangen werden muss. Das war auch ein persönliches Ziel von mir für das Projekt, zu jedem Schüler einen eigen Zugang zu finden und dass dieser Bezug nicht nur als Kameradschaft stehen bleibt, sondern darüber hinaus eine gute Lernatmosphäre in Bezug auf das Theaterprojekt entsteht.

Natürlich ist dieses Ziel nur begrenzt erreicht worden, da der Zeitraum einer Woche relativ knapp ist. Die Ziele, die sich die Schüler/innen selbst für diese Woche gesetzt haben, wurden jeden Tag in der Kleingruppe von den Theaterpädagogen, mir und den Schülern selbst reflektiert. Bei der Auswertung der Ziele war interessant zu beobachten, wie die Jugendlichen sich selbst einschätzen. Nach ihrer Auffassung wurden persönliche Ziele wie Teamfähigkeit, Sprachfähigkeit, Konzentrationsfähigkeit, Hemmungen vor der Gruppe abzubauen wesentlich schneller erreicht als das unserer Wahrnehmung entsprach und sie waren viel schneller zufrieden mit sich selbst.

Ich als Praktikantin habe am Anfang ihre Ziele als oft nicht 100% erreicht gesehen. Dann habe ich verstanden, dass sie wirklich ihr Bestes gegeben haben und deshalb ihre Ziele tatsächlich mit 100% erreicht haben.

Mein Ziel und meine Erwartungen an die Schüler/innen für die Projektwoche war, dass sie sich einsetzen und mit Spaß für sich Neuland gewinnen. Außerdem hatte ich erwartet, dass die Schüler sich mit dem Theaterspielen und dem Inhalt des Theaterstücks identifizieren und die Fähigkeit gewinnen sich in andere Rollen hineinzuversetzen. Von ihrem Leistungsstand aus gesehen, konnte ich eine gute Entwicklung in den Zielbereichen entdecken. Es war ein ausgeprägter Unterschied, der für mich zwischen Anfang und Ende des Theaterprojekts sichtbar geworden ist.

Bei Aufwärmspielen, Schauspielübungen oder Konzentrationsübungen unter der Leitung der Theaterpädagogen oder der Praktikantin konnte ich mich begrenzt einsetzen. Das bezog sich auf Lob und Motivation an die Schüler/innen. Manchmal konnte ich ihnen auch kleine Tipps weitergeben in Bezug auf die Durchführung einer Übung. Am Ende der Woche habe ich das „ToiToiToi“ vor der Abendaufführung angeleitet und dadurch das Gemeinschaftsgefühl in der Gruppe animiert.

Beim Abbau der Kulisse, der Licht-und Tontechnik und der Bestuhlung habe ich mitgeholfen und die Schüler/innen dazu angehalten selbst mitzuhelfen.

Sandra 2012

Theater ImPuls • Glashüttenstr. 20 • 51143 Köln-Porz