Theater ImPuls Geschichte Team

Leitbild

Theater ImPuls befasst sich seit 1997 mit der Förderung von benachteiligten Kindern und Jugendlichen mittels theaterpädagogischer Projekte auf der Grundlage eines humanistischen Weltbildes.
Theater ImPuls glaubt an das Interesse, die Fähigkeit und den Willen aller Menschen, sich mit ihrer Umwelt reflektierend auseinander zu setzen.
Im Rahmen der theaterpädagogischen Arbeit unterstützen wir insbesondere Kinder und Jugendliche in der kreativen Entwicklung ihrer Ausdrucksformen hin zu einem vorzeigbaren Produkt dieser Auseinandersetzung.
So wollen wir mit den Teilnehmenden nicht nur die Theateraufführung, sondern auch die Gesellschaft als lohnenswert gestaltbar vermitteln.
Eine hohe Qualität der Arbeit, stetige Reflexionen und Innovationen sowie ein intensiver Personaleinsatz sind Voraussetzungen für eine gelingende Arbeit nach diesem Verständnis.

Unser Verständnis von Pädagogik

Theaters ImPuls sieht jedes Kind und jeden Jugendlichen als eigenständige Persönlichkeit, auf die bei der pädagogischen Arbeit eingegangen wird. Alle haben das Recht auf eine freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit. Diese Persönlichkeit wird von den PädagogInnen des Theater ImPuls gefördert. Die PädagogInnen gewähren dem Kind bzw. dem/der Jugendlichen Unterstützung zur Ausbildung seiner/ihrer Persönlichkeit und vermeiden es, persönlichkeitsfremde Werte aufzuerlegen.


Ziel der theaterpädagogischen Arbeit ist die Entwicklung der Teilnehmenden zu mündigen und selbstbewussten BürgerInnen eines freiheitlichen demokratischen Rechtsstaats. Kinder und Jugendliche sollen befähigt werden, sich in die Gemeinschaft einzubringen, ihre Rechte wahrzunehmen und dafür einzustehen, aber auch in der Bereitschaft gefördert werden, zivilgesellschaftliches Engagement zu übernehmen.

Theater ImPuls unterstützt sie darin, ihre individuellen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen und fortzuentwickeln, ihre Grenzen kennenzulernen und Fähigkeiten zu erwerben, mit diesen Grenzen konstruktiv umzugehen.

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in der Unterstützung bei der Entwicklung von Berufswünschen und beim Erkennen beruflicher Perspektiven, aber auch beim Erlernen der „Soft Skills“, die den Eintritt in ein Arbeitsleben erst möglich machen.
Dazu gehören für uns außerdem geschlechtersensible und rassismuskritische Denkweisen und interkulturelle Kompetenzen, Verzicht auf Mobbing, religiöse Toleranz sowie der Mut zur Zivilcourage.

Die MitarbeiterInnen haben das Ziel, auf jeden Teilnehmenden einzugehen, ihn in seiner/ihrer Persönlichkeit wahrzunehmen und diese zu fördern. Sie bemühen sich um einen wertschätzenden Umgang untereinander und gegenüber den Teilnehmenden.
Theater ImPuls strebt im Rahmen seiner Arbeit Geschlechtergerechtigkeit und Inklusion an.

Unser Verständnis von Theaterpädagogik

Theaterpädagogik ist eine eigenständige Disziplin, die sich zwischen den Bereichen Theater und Pädagogik bewegt. Innerhalb der Theaterpädagogik arbeitet Theater ImPuls sowohl prozess-, als auch deutlich ergebnisorientiert.
Theater ImPuls hält die Theaterpädagogik mit ihren gestalterischen, kommunikativen und sozialen Möglichkeiten für besonders geeignet, die Persönlichkeit der Teilnehmenden zu fördern.
In einem gemeinsamen, theatralen Prozess unterstützen die TheaterpädagogInnen die Kinder und Jugendlichen auf ihrem Weg zu einem ästhetischen Ausdruck der Darstellung ihrer Geschichten.
Ausgangspunkt der Projektarbeit können z.B. Stückvorlagen, eigene Erlebnisse, Romane, Bilderbücher, Lebensgeschichten und vieles mehr sein.

Im Rahmen eines ästhetischen Prozesses werden diese Geschichten unter Anleitung der TheaterpädagogInnen zu einem theatralen Endergebnis geformt, das stets in einer Aufführung vor Publikum mündet.

Unser Arbeitsansatz: Kurzzeitpädagogik

Theater ImPuls arbeitet vorrangig in Theaterprojektwochen und somit im Bereich der Kurzzeitpädagogik.
Kurzzeitpädagogik bezeichnet pädagogisches Handeln in zeitlich begrenzten, ergebnisoffenen und /oder informellen Settings, bei dem stets die am Lernprozess Beteiligten und ihre positiven Potentiale im Mittelpunkt des Interesses stehen.
Die Theaterprojektwochen bieten im Rahmen der außerschulischen Jugendbildung den sozial benachteiligten TeilnehmerInnen emotionale Erfolgserlebnisse, die ihnen vor Augen führen, dass sie in der Lage sind, sich Kompetenzen anzueignen, die sie bei ihrem zukünftigen Berufsleben immer wieder benötigen.
Theater ImPuls hält kurzzeitpädagogische Maßnahmen in Verbindung mit langzeitpädagogischer Betreuung für sehr sinnvoll. Diese wird bei Schulprojekten durch die beteiligten KlassenlehrerInnen gewährleistet, bei Projekten in der offenen Jugendarbeit durch die BetreuerInnen der jeweiligen Einrichtung.
Theater ImPuls sucht den intensiven Austausch mit der langzeitpädagogischen Betreuung, um die Nachhaltigkeit seiner Arbeit zu gewährleisten.

Die Arbeit im Team

Die MitarbeiterInnen des Theaters ImPuls arbeiten in enger Kooperation und mindestens zu zweit in den Projekten. Ziel unserer Arbeit ist stets die gemeinsame Unterstützung der ProjektteilnehmerInnen.
Die MitarbeiterInnen geben sich gegenseitig Hilfestellung im Umgang mit verhaltensauffälligen TeilnehmerInnen und unterstützen KollegInnen, die beim Umgang mit Teilnehmenden an ihre Grenzen stoßen. Sie besprechen intensiv im Team, welche Wege zur Unterstützung der TeilnehmerInnen am besten geeignet sind.
Theater ImPuls möchte im Rahmen seiner theaterpädagogischen Arbeit hierarchiearme, wertschätzende Formen der Zusammenarbeit verwirklichen.

Der Schritt in die Öffentlichkeit

Die MitarbeiterInnen des Theaters ImPuls vertreten den Anspruch, Kinder und Jugendliche in ihrer Persönlichkeit ernst zu nehmen, auch in der Öffentlichkeit.
Theater ImPuls bietet durch öffentliche Aufführungen den Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre erlernten Fähigkeiten und ihre gestärkte Persönlichkeit vor einem für sie relevanten Publikum zu präsentieren.
Gleichzeitig implementieren wir so in der öffentlichen Wahrnehmung auch das Recht benachteiligter Kinder und Jugendlicher auf kulturelle Bildung und Teilnahme am gesellschaftlichen Leben.

Dieses Leitbild wurde im Jahr 2012 von der Geschäftsleitung entwickelt, mit den MitarbeiterInnen diskutiert und überarbeitet und anschließend in der vorliegenden Form einstimmig verabschiedet.

Satzung Theater ImPuls e.V.

§ 1        Name, Sitz
               1. Der Verein führt den Namen "Theater ImPuls e.V."
               2. Sitz des Vereins ist Köln.
               3. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
               4. Die Vereinigung ist im Vereinsregister Köln eingetragen.

§ 2          Zweck des Vereins, Gemeinnützigkeit

1) Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige bzw. mildtätige Wohlfahrtszwecke  im Sinne des Abschnitts "Steuer-begünstigte Zwecke" der Abgabeordnung.
Zweck des Vereins ist die Förderung der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen hin zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten, von Kunst sowie Erziehung und Bildung und wissenschaftlicher Forschung auf theaterpädagogischem und zirkuspädagogischem Gebiet.
Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch: Förderung der Jugendhilfe.

Dies geschieht insbesondere durch:
- Erarbeitung und Präsentation von Kinder- und Jugendtheatervorstellungen sowie von theaterpädagogischem Begleitmaterial
- Vorbereitung und Durchführung von Mitspielaktionen für Kinder und Jugendliche
  sowie Rollenspielgruppen für Familien
- Organisation und Durchführung von Veranstaltungen, Projekten und Freizeiten im Rahmen der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit
- Maßnahmen nach dem KJHG, z.B. theaterpädagogische Angebote im Rahmen von erzieherischen Hilfen (KJHG)
- Ergänzungsangebote für Einrichtungen der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit, sowie für familienpädagogische Einrichtungen
- außerschulische Bildungsangebote für Mädchen und Jungen in Form von theaterpädagogischen Angeboten, mit dem Ziel, einen Beitrag zur Selbstverwirklichung, Eigenverantwortlichkeit und aktiven Mitgestaltung in der Gesellschaft zu leisten.
Förderung gesellschaftlicher Randgruppen und Abbau von Benachteiligungen durch z.B.:        

- multikulturelle Theaterprojekte
- Theaterprojekte mit Schulfrühabgängern im Übergang Schule - Beruf.
- Förderung der Gleichberechtigung von Jungen und Mädchen durch z.B.
- Thematisierung geschlechtsspezifischer Probleme und deren Bearbeitung in theaterpädagogischen Projekten
- getrenntgeschlechtliche Theaterprojekte
         

Förderung von Aus- und Fortbildung von PädagogInnen und KünstlerInnen auf
theaterpädagogischem und zirkuspädagogischem Gebiet, insbesondere auf Kursen, Tagungen u.a.
 Förderung von Wissenschaft und Forschung durch z.B.:
- Vergabe von Förderstipendien an darstellende KünstlerInnen
- Durchführung von wissenschaftlichen Veranstaltungen und Forschungsvorhaben und die Vergabe von Forschungsaufträgen zum in- und ausländischen Kinder- und Jugendtheater sowie Jugendzirkusprojekten und
- die Herausgabe geeigneter, zur theaterpädagogischen oder zirkuspädagogischen Aus- und Fortbildung gedachten Literatur.

2)            Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Interessen.  Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden; insbesondere sind alle Einkünfte und Überschüsse restlos den gemeinnützigen Zwecken des Vereins zuzuführen. Etwaige Gewinne dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Sie erhalten bei ihrem Ausscheiden oder bei der Auflösung oder Aufhebung des Vereins nicht mehr als den gemeinsamen Sachwert ihrer geleisteten Sacheinlagen zurück. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zwecke des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
                Der Verein ist berechtigt, zur Verwirklichung seiner Satzungszwecke Angestellte zu beschäftigen. Angestellte, hauptamtliche Mitarbeiter besitzen kein passives Wahlrecht. Sie dürfen weder die Mehrzahl der stimmberechtigten Vereinsmitglieder ausmachen, noch dem Vorstand angehören.

§ 3          Mitgliedschaft
1. Mitglied des Vereins kann jede Person werden, die bereit ist, sich für die Zwecke des Vereins einzusetzen.
Ein Aufnahmeantrag ist schriftlich an den Vorstand zu richten. Über ihn entscheidet der Vorstand.
2. Die Mitgliedschaft kann durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand zum Ende des Kalenderjahres beendigt werden oder erlischt durch den Tod des Mitglieds.
3. Bei Vorliegen von wichtigen Gründen kann ein Mitglied durch die Mehrheit der            Mitgliederversammlung ausgeschlossen werden. Dem betreffenden Mitglied muß vor der Beschlußfassung durch die Mitgliederversammlung Gelegenheit zur Rechtfertigung bzw.             Stellungnahme gewährt werden.
4. Über die Höhe des Mitgliedsbeitrags sowie über die Fälligkeit entscheidet die                 Mitgliederversammlung.

§ 4          Organe
                Die Organe des Vereins sind
                - der Vorstand
                - die Mitgliederversammlung

§ 5          Der Vorstand
                Der Vorstand besteht aus
                - der/ dem Vorsitzenden
                - der/ dem stellvertretenden Vorsitzenden
                - dem Kassenwart/ der Kassenwärtin
                Er vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich.
                Je zwei Vorstandsmitglieder sind gemeinsam vertretungsberechtigt.
Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von einem Jahr gewählt. Die Wiederwahl der Vorstandsmitglieder ist möglich. Der/die Vorsitzende wird von der Mitgliederversammlung in einem besonderen Wahlgang bestimmt.
Die jeweils amtierenden Vorstandsmitglieder bleiben nach Ablauf ihrer Amtszeit so lange im Amt, bis ihre Nachfolger gewählt sind und ihr Amt antreten können.
Dem Vorstand obliegt die Führung der laufenden Geschäfte des Vereins. Er hat insbesondere folgende Aufgaben: Ausführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung, Abschluß und Kündigung von Arbeitsverträgen.

Der Vorstand übt seine Tätigkeit ehrenamtlich aus.

Der Vorstand kann für die Geschäfte der laufenden Verwaltung einen Geschäftsführer bestellen. Dieser ist berechtigt, an den Sitzungen des Vorstands mit beratender Stimme teilzunehmen. Vorstandssitzungen finden jährlich mindestens ein mal statt. Die Einladung zu Vorstandssitzungen erfolgt durch den/die Vorsitzende/n, bei dessen Verhinderung durch dessen/deren Stellvertreter/in schriftlich unter Einhaltung einer Einladungsfrist von mindestens zwei Wochen unter Beifügung der Tagesordnung. Vorstandssitzungen sind beschlußfähig, wenn satzungsmäßig eingeladen wurde und mindestens zwei Vorstandsmitglieder anwesend sind.
Der Vorstand faßt seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit.

Beschlüsse des Vorstands können bei Eilbedürftigkeit auch schriftlich oder fernmündlich gefaßt werden, wenn alle Vorstandsmitglieder ihre Zustimmung zu dem Verfahren schriftlich oder fernmündlich erklären.
Schriftlich oder fernmündlich gefaßte Vorstandsbeschlüsse sind schriftlich niederzulegen und vom
Vorstandsvorsitzenden bzw. dem/der stellvertretenden Vorsitzenden zu unterzeichnen.

§ 6          Mitgliederversammlung
                Die Mitgliederversammlung muß mindestens einmal pro Jahr einberufen werden. Die Einladung unter   Mitteilung der Tagesordnung erfolgt zwei Wochen vorher durch einfachen Brief durch den Vorstand.
Die Mitgliederversammlung als das oberste beschlußfassende Vereinsorgan ist grundsätzlich für alle Aufgaben zuständig, sofern bestimmte Aufgaben gemäß dieser Satzung nicht einem anderen Vereinsorgan übertragen wurden.
                Die Aufgaben der Mitgliederversammlung sind insbesondere:
                - Entgegennahme und Genehmigung des Geschäfts- und Kassenberichtes für die zurückliegenden Geschäftsjahre
                - Entlastung des Vorstands
                - Wahl eines neuen Vorstands
                - Satzungsänderungen
                Die Mitgliederversammlung entscheidet z.B. auch über:
                a) Gebührenbefreiungen
                b) Aufgaben des Vereins
                c) Beteiligung an Gesellschaften
                d) An- und Verkauf sowie Belastung von Grundbesitz
                e) Aufnahme von Darlehen ab DM 10.000,-
                f) Genehmigung aller Geschäftsordnungen für den Vereinsbereich
                g) Mitgliedsbeiträge
                h) Satzungsänderungen
                i) Auflösung des Vereins

§ 7          Abstimmungen
1. Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der erschienenen Mitglieder gefaßt.
2. Satzungsänderungen bedürfen der Mehrheit von drei Vierteln der erschienenen Mitglieder.
3. Die Beschlüsse der Mitgliederversammlung und der Vorstandssitzungen werden niedergeschrieben und vom Schriftführer/ von der Schriftführerin und vom/ von der Vorsitzenden unterschrieben.

§ 8          Auflösung des Vereins und Vermögensbindung
                Für den Beschluß, den Verein aufzulösen, ist eine ¾-Mehrheit der in der Mitgliederversammlung anwesenden Mitglieder erforderlich. Der Beschluß kann nur nach rechtzeitiger Ankündigung in der Einladung zur Mitgliederversammlung gefaßt werden.
                Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an Eisbär e.V. - Mitglied des Paritätischen - mit dem Sitz in Freiburg, der es ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige bzw. mildtätige Wohlfahrtszwecke zu verwenden hat.
               
§ 9          Gültigkeit
                Die Satzung tritt am 1.1.97 in Kraft.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Theater ImPuls • Glashüttenstr. 20 • 51143 Köln-Porz